Limburg – schönes Städtchen mit bischöflichem Luxus-„Ballast“

Limburg ist ein wunderschönes Städtchen. Wenn da nur nicht die „goldene Badewanne“ des Bischofs wäre. Meine Badewanne…

Gerne machen wir hin und wieder einen Ausflug nach Limburg an der malerischen Lahn. Ein Fachwerk-Städtchen wie aus dem Bilderbuch. Der Dom, die meisten Autofahrer kennen ihnen stolz am Rande der A3 thronend, ist phantastisch und einen Stop zur Besichtigung allemal wert.

Der beeindruckende Dom
Der großartige Limburger Dom von innen
151 Limburger Brücke
Die malerische Lahn – mit Schwan.
Limburg Stadtimpressionen
Limburg Stadtimpressionen
Limburg Stadtimpressionen

Die tolle Aussicht auf den beeindruckenden Dom wird mir allerdings jedes Mal mental verstellt vom renovierten Bischofssitz des ehemaligen Bischofs Franz-Peter-Tebartz von Elst. Schon mal gehört? Genau, das war der Bischof, der als Lebemann ohne Sinn für Anstand und Repräsentant einer alten, an Reichtümern erstickenden Kirche nur das beste für die Renovierung seiner Wohnung verwendet wissen wollte. Die Nachrichten berichteten damals, dass die neue Wohnung allein 2,9 Millionen Euro gekostet haben soll, darin seine tolle, von Philipp Stark entworfene Badewanne mit Nackenstützen – für 15.000 Euro.

Das Bild vom Bischof in der „goldenen“ Badewanne geht mir seit dem nicht mehr aus dem Kopf. Ebensowenig drängt sich immer wieder die häßliche Vermutung auf, dass ich als Kirchen-Steuerzahler des Bistums Limburg seine Wanne auch noch mitfinanziert haben könnte. Tebartz von Elst fristet nun sein Dasein in einem Palast in Rom. Weich gefallen ist er bestimmt, trotz oder sogar wegen seiner hedonistisch verstärkten Egomanie. Was wohl aus seiner Wanne geworden ist?

Der insgesamt für 31 Millionen Euro renovierte Bischofssitz.

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9 Antworten auf “Limburg – schönes Städtchen mit bischöflichem Luxus-„Ballast“”

  1. Nicht, dass ich so ein besonderer Fan des Ex-Bischofs von Limburg wäre. Aber die Geschichte mit der Badewanne kann man getrost unter Fake-News abbuchen. Die 15.000 €, die da als Summe rumgeistern, waren die Gesamtkosten für die Renovierung des Bades, was mir zwar immer noch viel erscheint, die ganz normale Bad-Firma, bei der ich zufällig heute morgen war, aber für einen ganz normalen Preis hält, wenn man alles im Fachhandel kauft und alles vom Fachmann machen lässt. Bischofs Badewanne hat (inclusive Einbau??) angeblich 4000 € gekostet. Find ich immer noch sehr viel, aber ich denke, wenn ich zu der gerade erwähnten Firma hier um die Ecke gehen würde und eine neue Badewanne haben wollte (was gar nicht so schlecht wäre, denn die alte hat Kratzer), dann würde ich auch eine Menge Geld los, denn meine alte Wanne hat eine Sondergröße und dann müssten die ganzen Fliesen … und die Fußbodenfliesen passen auch nicht mehr ….

    1. Lieber Martin, ich wünschte es wäre so…dann wäre der nächste Stadtbummel gerettet. Allein mir fehlt der Glaube…wenn man das in diesem Zusammenhang sagen darf. Diese Unsummen sind in vielen Medien genannt und egal wie es ist: einem katholischen Hirten, der Bescheidenheit predigt, stehen diese Zahlen einfach nicht gut zu Gesicht. Letzteres hat er für mich verloren, und die Kirche täte gut daran, sich von dieser Haltung klarer zu distanzieren. Selbst wenn es nur 10% der 31 Millionen wären…oder?

  2. Hallo Andreas,
    schön mal wieder einen Beitrag von dir zu sehen..kenne Limburg nur aus der Jugendzeit …da knipste ich aus Hobbygründen Eisenbahnfahrzeuge ..und nur in Limburg fuhr ein Akku Triebwagen namens Limburger Zigarre….das sind wir dann zu 5 in einem altersschwachenKäfer aus dem Münsterland nach Limburg gefahren um kostbare Kodachrome Dias zu verschiessen…dann wurden die Triebwagen ausgemustert und verschrottet…und weil ja nun Limburg nichts mehr zum Angeben hatte…musste der grössenwahnsinnige Bischof her…der sich augenscheinlich im Jahrhundert geirrt hatte…meine Idee : Wanne zum Taufbecken umzufunktionieren und Limburg hätte wieder eine Attraktion mehr…ohne Humor kann man die Geschichte nicht nehmen sonst kriegt man schlechte Laune….
    Beste Grüsse aus Hamburg, von Jürgen

    1. Hallo Jürgen, danke, dass du mal wieder vorbei geschaut hast. Und deine Limburger Geschichte. Mit dem Auto weit zu fahren, um das eine Objekt der Begierde vor die Linse zu bekommen, da bist du dir ja echt treu geblieben. 🙂 Danke dir auch für deine Anteilnahme 😉 und den konstruktiven Vorschlag der Umwidmung. Meine Laune steigt schon :-))) Beste Grüsse Andreas

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