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Versteckte Juwelen an der Strasse | Hidden Treasures on the road: RIDALA MAARJA-MAGDALENA-KIRIK

Wir verließen Haapsalu Richtung Pärnu. Es war bereits später Nachmittag. Die Sonne stand tief im Horizont. Zehn Minuten, nachdem wir die letzten Häuser dieser entzückenden Stadt hinter uns gelassen hatten, nahm ich im Vorbeifahren aus dem Augenwinkel eine Kirche wahr, deren Silhouette ich in irgendeinem Reiseführer schon mal gesehen hatte.

Ich stieg in die Eisen. Dann drehten wir auf der gut ausgebauten, leeren Strasse und kehrten noch einmal zurück zu der Einfahrt mit dem Schild zur RIDALA MAARJA-MAGDALENA-KIRIK.

Als wir ausstiegen und die Kirche in der Spätsommersonne so vor uns stehen sahen, hielten wir einen Moment inne. Die Grabplatten und Kreuze aus dem 13. Jahrhundert vor dieser aussergewöhnlichen Kirche warfen lange Schatten. Die weiße Kirche mit ihrer Patina strahlte im warmen Licht und lockte uns auf ihren Friedhof.

Dort, so entnahmen wir den Schriften auf den eisernen alten Kreuzen und Grabplatten, lagen alte Pröpste mit deutschen Adelstiteln. Ihre Grabstätten waren mit langen Gräsern überwuchert und erzählten ihre Geschichten von den alten Zeiten der Ordensritter.

Leider war die Kirche abgeschlossen, denn im Inneren, so lasen wir, empfing sie ihre Besucher mit alten Marien-Skulpturen und mittelalterlichen Wandgemälden. Die sollen mit zu den eindrucksvollsten Kirchenkunstwerken Estlands zählen.

Wir machten unsere Bilder, stiegen dennoch beeindruckt wieder ins Auto und setzten, still sitzend und beeindruckt vom eben gesehenen, unseren Weg nach Pärnu fort.

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We left Haapsalu towards Pärnu. It was already late afternoon. The sun was deep in the horizon. Ten minutes after we had left behind the last houses of this charming city, I realized a church out of the corner of my eye. The silhouette that I had seen in some guidebook. I stopped the car and we made a u-turn on the empty road. We returned to the driveway with the sign to RIDALA MAARJA-MAGDALENA-KIRIK.

When we got out and saw the church standing in front of us in the late summer sun, we paused for a moment. The 13th-century tombstones and crosses in front of this extraordinary church painted long shadows into the green. The white church with her patina beamed in the warm light and lured us to her graveyard.

There, as we took from the writings on the old iron crosses,  old priests with German nobility titles lay in their tombs overgrown with long grasses. And their old gravestones told their stories of the ancient times of the religious knights.

Unfortunately, the church was closed. Because inside, as we read, she welcomed her visitors with ancient sculptures of Mary and medieval wall paintings. She is supposed to be one of the most impressive churches in Estonia.

We did our pictures, and were still impressed, when we got back into the car. And silently we continued our journey to Pärnu, then Pernau.

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