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„Tallinn in der Flasche“ | „Tallinn in the Bottle“

Tallinn hieß früher Reval und war eine beeindruckende Hansestadt, so wie etwa Lübeck oder Hamburg. Sie war der nordöstlichste Punkt eines unglaublich mächtigen Hansebundes deutschstämmiger Händler und Handwerker. Reval hatte eine Schlüsselstellung für den Handel des Westens mit dem Russischen Reich und weiter Richtung Osten.

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Wer durch Tallinn läuft, wird schier überwältigt von wunderbaren Hansehäusern, beeindruckenden Türmen, prächtigen Kirchen unterschiedlicher Konfessionen und unfassbar wehrhaften Stadtmauern. Letztere haben niemals und zu keiner Zeit einem Gegner nur die leiseste Chance gegeben, in die „dänische Stadt“ (das heißt Tallinn nämlich) einzudringen.

Die Häuser der Altstadt drängen sich eng aneinander. Statt Autos wälzen sich hier die Touristenströme der Kreuzfahrtschiffe über das Kopfsteinpflaster. Hier wir Estnisch gesprochen, eine leichte, wohlklingende finnugrische Sprache mit vielen Äs. Es gibt auch viele Wörter aus Tallinns deutscher Vergangenheit: Neben „Politsei“ zum Beispiel auch „Apteek“.

Am großen, weiten Marktplatz gibt es eine solche historische „Apteek“, die sich im historischen Ambiente redlich bemüht, neben Hunderten von Touristen, die sich täglich in die kleine Ausstellung hineinwagen, auch noch echte Patienten zu bedienen.

Der Blick aus dem musealen Teil der Apotheke auf den Marktplatz-Turm scheint dabei Vergangenheit und Gegenwart Tallins auf besonders magische Art zu vereinen.


Tallinn was formerly called Reval and was a real Hanseatic town, such as Lübeck or Hamburg. It was the northeastern point of an incredibly powerful Hanseatic League of German merchants and craftsmen. For a good reason: Reval had a key position for the trade of the West with the Russian Empire and further east.

Those who travel through Tallinn are almost blown away by wonderful Hanseatic houses, impressive towers, churches of different denominations, and inconceivably defensive walls, which have never given the enemy the slightest chance to conquer the „Danish city“ (ie Tallinn).

The houses of the old town are built closely next to eachtoher. Instead of cars, the tourist streams of the cruise ships roll over the cobbled streets of the more than picturesque town. Here you speak Estonian, a light, well-sounding Finnish language with many „Äs“. And it also has many words from Tallinn’s German past: besides „Politsei“ for example „Apteek“. There is such a historic apteek on the large, open market square, which serves real patients as well as hundreds of tourists, who visit its small exhibition.

The view from the inside of that pharmacy onto the marketplace’s tower seems to unite past and present of this town in a particularly magical way.

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