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Herrenhäuser in Estland | Mansions of Estonia

Vor unserem Reiseantritt nach Estland und Lettland wußte ich ehrlich gesagt nicht viel über die Geschichte unserer deutschen Vorfahren, die im 13. und 14. Jahrhundert aus dem Norden in Richtung Baltikum aufbrachen. Als Adel und Oberschicht prägten sie wirtschaftlich, kulturell und architektonisch einige Jahrhunderte lang die Regionen, die wir heute als Estland und Lettland kennen.

Die Esten dagegen wissen mehr über ihre deutschen Vorfahren in ihrem Land: überall haben Ordensritter und Landadelige, mittelalterliche Kaufleute und Handwerker ihr Erbe hinterlassen. Es wird von den Esten inzwischen als Teil der eigenen Geschichte gesehen und vielfach gut aufbereitet präsentiert. In der Vergangenheit wurde die Präsenz der Deutschen dabei durchaus kritisch gesehen, heute aber durchaus auch gut differenziert dargestellt.

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Ein Teil dieser Geschichte manifestiert sich in der Architektur. In Estland stolpert man geradezu an jeder Kreuzung über ein Schild mit dem Hinweis auf ein sogenanntes Mõis: stolze Anlagen irgendwo verloren auf dem Lande, bestehend aus einem Hauptgebäude – dem Gutshaus – und mehr oder weniger zahlreich erhalten gebliebenen Nebengebäuden.

Die ersten Herrenhäuser in Estland wurden im 13. und 14. Jahrhundert gebaut. Der Deutsche Orden hatte damals das Baltikum unterworfen. Und es ging darum, die  Macht architektonisch umzusetzen und die Ritter sesshaft zu machen, indem man ihnen den Adelstitel und Land gab. Einige dieser rund 1000 Gutshäuser sind inzwischen richtige Touristenattraktionen.

Wirklich heil überstanden haben jedoch nur die wenigsten Gutshöfe die Jahrhunderte. Heute sieht man vielerorts nur noch ihre Ruinen.


Before traveling to the Baltic Countries, I honestly did not know so much about the history of those Germans who moved from the north towards the Baltic region in the 13th and 14th centuries. As an aristocracy and an upper class, they have shaped the regions we now know today as Estonia and Latvia for centuries.

The Estonians, on the other hand, know more about our German ancestors in their country: the Teutonic knights so-called „Ordensritter“ and „Noble Men“, medieval merchants and craftsmen. The cultural and architectural heritage of the German minority nowadays is seen by the Estonians as part of their own history. In the past quite critically, but today also quite well differentiated.

Part of this history has been manifested in architecture. In Estonia, you are struck at every crossroads by a sign pointing to a so-called Mõis: a proud plant somewhere lost in the country, consisting of a main building – the manor house – and more or less numerous remaining annexes.

The first mansions in Estonia were built in the 13th and 14th century. The Teutonic Order had then subjected the Baltic States. And it was all about  implementing power architecturally and making the knights sedentary by giving them the nobility title and some country.

Some of their about 1,000 mansions have become real tourist attractions.

However, only the few estates have really survived the centuries. Today you can only see their ruins in many places.

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