20150711_Markthalle Rom-6

I mercati di Roma (II) – die schönsten Früchte

Wer sagt, dass es sich bei der Tomate nur um eine profane rote Frucht handelt? Der Schriftsteller und Übersetzer Jan Wagner hat ihr ein Gedicht gewidmet.

weswegen sollten sie sich schämen, dick
und rund am strauch? sie tragen ihre uhren
tief in sich selber, jene feinmechanik
aus kernen, werden reif, indem sie ruhen.

manchmal sieht man, wie sie sich bewegen,
und muß an klöppel denken, die ein wind
berührt – doch hört man keine glocken schlagen
(bis auf die grünen, die aus blättern sind).

sie kommen ihrer leuchtend roten kunst
im stillen nach, selbst nachts, selbst morgens, wenn den matten
sternen der stolz verfliegt, du aber kannst 
ruhig etwas lauter reden. sag: tomaten.

Gedicht von Jan Wagner via faz.net

20150711_Markthalle Rom-2 20150711_Markthalle Rom-4 20150711_Markthalle Rom-6 20150711_Markthalle Rom-2020150711_Markthalle Rom-8

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s