13. Mai 2014_Il_Grande _Turino

Wenn Helden sterben | Final destination of „Il Grande Turino“

Turin im Jahre 1949. Es ist Frühling, kurz vor dem Ende einer Fußball-Saison, die der AC Turino – mal wieder – als Meister beendet. „Il Toro“ – wie der Club nach dem Stier im Stadtwappen genannt wird – ist die tonangebende Mannschaft in Turin und in beherrscht Italien. Das Land und seine Menschen schauen mit Bewunderung auf „Il Grande Turino“  und scheinen sich in den harten Nachkriegsjahren am Erfolg dieses Vereins regelrecht aufzurichten. Seine Spieler sind von Erfolg zu Erfolg geeilt und inzwischen zu gefeierten, ikonengleichen Nationalhelden  geworden. Am 4. Mai 1949 um 09:52  Uhr Ortszeit treten diese scheinbar unbesiegbaren Helden und ihre Betreuer nach einem Freundschaftsspiel in Lissabon den Heimflug an – unwissend, dass dieser Flug zur größten Tragödie des italienischen Fußballs werden wird.

Beim Landeanflug der Fiat G.212 zeigt sich das Wetter im Großraum Turin von einer ungewöhnlich schlechten Seite. Der Flughafen Turin steckt unter einer dicken Wolkendecke und in den Hügeln von Superga herrscht eine so dichte Nebelsuppe, dass die Piloten gerade mal 40 Meter weit schauen konnten.  Sie nähern sich am späten Nachmittag der Stadt und überfliegen den letzten Hügel, dessen Spitze die Basilika von Superga ziert – die letzte Ruhestätte der italienischen Könige. Eigentlich sind sie schon in unmittelbarer in Sichtweite Turins. Doch plötzlich geschieht das unfassbare: Während ihres Sinkflugs zerschellt die kleine Maschine  am Kirchturm dieser Basilika – keiner der Helden überlebt diesen Absturz.

Als der Trauerzug durch Turin zieht, geben 500.000 Menschen den 18 Spielern, den beiden Trainern, zwei Managern, dem Masseur und drei Journalisten das letzte Geleit.

Noch heute erinnert eine Gedenktafel hinter der noch teilweise zerstörten Basilika an die Opfer des Flugzeugabsturzes. Und noch immer wird der Mythos „Il Grande Turino“ von den Turinern lebendig gehalten, wenn sie ihrer Helden am Jahrestag des Absturzes gedenken.

Der Verein selbst fand seit der Tragödie nie wieder zu seiner legendären Stärke zurück.

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In 1949, the players of the AC Turino – „Il Grande Turino“ – had been celebrated as national heroes. Over several national soccer seasons they had appeared as somehow unbeatable.

On May 4, 1949, these players and their carers had been on their flight home after a friendly match in Lisbon – unaware that this flight would be become one of the biggest tragedy in the country’s soccer history ever.

During their descent on the hills of Superga in the late afternoon, the weather was terribly bad and the pilots had a pretty bad sight. Which made the tragedy happen: The little Fiat machine crashed into the church’s tower on the top of the hill –  and none of 18 players, two coaches, two managers, the masseur and three journalists survived.

Today, a plaque behind the Basilica commemorates the victims of the plane crash . The myth of „Il Grande Turino“ still comes alive when the people of Turin remember their heroes on the anniversary of the fatal crash.

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