Menschenleerer Strand von Nazaré und Mann auf Atlantik blickend.

Portugal (5) Der Blick auf den Ozean zurück – Looking back on the Ocean

Alter Mann blicktauf Ozean

Mann blickt auf Meer

Nichts hat die Geschichte Portugals so sehr bestimmt wie seine einzigartige Lage am Ozean. Die lange Küste am äussersten Zipfel des europäischen Kontinents und der schäumende Atlantik befeuerten die Seefahrerphantasien der portugiesischen Abenteurer und Geschäftsleute. Von hier aus stießen die Großen wie Vasco da Gama und Heinrich der Seefahrer in die unerforschte See, um zu der Welt beweisen, dass es ein Leben jenseits der Schaumkronen gibt. Selbst heute, mit Blick auf die heftige Brandung und wissend, dass zwischen hier und Amerika nichts ist ausser wildem Wasser, wird jedem schnell klar, was für eine wahnsinnig mutige Leistung das gewesen ist. Belohnt wurde die einstige See- und Kolonialmacht mit Diamanten aus Brasilien, Pfeffer aus Indien und lebhaftem Handel bis nach Singapur.

Noch immer ist die Seefahrer-Geschichte den Portugiesen in ihr grosses Herz geschrieben. Oft sieht man sie ans Meer oder den Strand kommen – bei Wind und Wetter. Dazu wird später noch mehr zu erzählen sein. Dann blicken sie hinaus auf den weiten Ozean und scheinen von den großen Zeiten zu träumen, die sicher niemals zurückkommen werden. Ihre Sehnsucht vermischt sich dann mit ein wenig Traurigkeit und ergibt ein Gefühl, für das es nur ein unübersetzbares portugiesiesches Wort gibt: „Saudade.“

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From what I learned, nothing has determined the history of Portugal so much as to its location by the ocean. The long coastline and the sparkling Atlantic inspired the imaginations of their adventurers and businessmen. From here the big navigators like Vasco da Gama and Henry the Navigator went out to prove to the world that there is life beyond the whitecaps. The former maritime and colonial power was rewarded with diamonds from Brazil, pepper from India and a lively trade till Singapore.

Even today, their story is still written into the Portuguese hearts. Often you can observe them coming out to the shore or the beach, no matter how the weather is like. Then they look out to the ocean and seem to dream of the great times that will never come back. Longing mixed with a little sadness, gives a feeling for which there is only one untranslatable portuguese word. „Saudade.“ But more on that later.

6 thoughts on “Portugal (5) Der Blick auf den Ozean zurück – Looking back on the Ocean”

  1. Herrliche Bilder und dazu ein wunderbarer Text… in dem zweiten Bild könnte ich mich stundenlang verlieren und meinen Gedanken nachhängen… Danke dafür und schönes Wochenende. Liebe Grüße aus München, Ursula

  2. Wahnsinnsausblick! Der tolle Strand wird durch die winzig kleinen Leute noch mal in seiner Größe extra betont. Klasse!
    Schönes Wochenende wünscht dir
    kiki

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