Long Neck Karen Padaung, Giraffenhalsfrau

Thailand (11) – Long Neck Women – a difficult Chapter.

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Long Neck Women. A difficult and very controversial chapter of Thai tourism. In the 80’s the Padaung, a people of Myanmar, was followed by unrest in their own country and lived in the danger of being killed or raped. Some of them subsequently fled to Thailand. Even in their own country, the Padaung women with their long necks and heavy brass coils had been considered to be a valuable tourist attraction. A circumstance that the Thai government and Tourism industry have made use of. After a first successful attempt in the north-west of Thailand gradually more Padaung refugee villages had been opened, in which the Padaung asylum seekers are allowed to live. For this, they avoided their deportation to the refugee camp.

Much like in the refugee camp, though, they may also not leave their villages, and live there now, still without passports, in x-th generation as the attraction of a „human zoo“, as UN agencies criticize. For many Thais, they are on top of that parasites, earning easy money with just presenting themselves. The revenue they make through entrance fees and the sale of kitsch and trash flowing folklore, however, does not got to them only, a greater part seeps into politics, tourism and dubious organizations.

It will not help feeling though that the arrival of tourists in the morning is now announced by cell phones, and the costumes are put on only when the cameras and visitors approach. And yet, you get the impression of what it means to visit the socalled human zoo. Accordingly, and if equipped with a bit of empathy, you will feel uncomfortable as a tourist and as a photographer. Some keep the camera hidden, take pictures secretly hoping embarrassed that these women do not realize them. These of course endure it professionally and live it as a job. Their husbands are invisible, and do not play any role in this game. Through our guide, however, we were able to chat a bit, to sing together, and we realized that behind the coils and towels now are modern young women who have developped a certain coolness and self-consciousness as actresses, and use the loose of regulations after some protests to conquer a piece of private life back.

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Giraffenhalsfrauen. Ein schwieriges und sehr umstrittenes Kapitel des thailändischen Tourismus.  Die Padaung, ein Volk aus Myanmar, wurde in den 80ern durch Unruhen in ihrem eigenen Land verfolgt und vergewaltigt. In der Folge flüchteten sie nach Thailand. Schon in ihrem eigenen Land galten die Frauen mit den Halsreifen als touristische Attraktion. Ein Umstand, den sich die thailändische Regierung und Tourismusindustrie zu Nutze gemacht haben. Nach einem ersten erfolgreichen Versuch im Nord-Westen Thailands wurden nach und nach mehrere Padaung-Flüchtlingsdörfer eröffnet, in denen die asylsuchenden Padaungs leben durften. Dafür blieb ihnen die Abschiebung ins Flüchtlingslager erspart.

Ähnlich wie im Flüchtlingslager dürfen sie aber auch ihre Dörfer nicht verlassen, und leben dort inzwischen in x-ter Generation als Attraktion eines „Menschenzoos“, wie UN-Organisationen kritisieren. Für viele Thais gelten sie obendrein auch noch als Schmarotzer, die sich durch faules  Zurschaustellen durchmogeln. Die Einnahmen, die sie durch Eintrittsgeld und den Verkauf von Kitsch und folkloristischem Ramsch machen, fließen ihnen aber nur teilweise zu und versickern in Politik, Tourismus und dubiosen Organisationen.

Betritt man das Dorf, wird man das Gefühl nicht los, dass der Einzug von Touristen inzwischen über die präsenten Handies angekündigt wird, und die volktümlichen Kostüme nur dann angelegt werden, wenn sich Kameras der Besucher ankündigen. Und gleichzeitig wird man den Eindruck des Menschenzoos nicht los. Entsprechend unbequem fühlt man sich als Tourist und als Fotograf in seiner Haut. Viele Besucher halten verdeckt drauf, knipsen, heimlich und etwas geniert hoffend, dass diese Frauen das nicht merken. Diese lassen es dabei professionell über sich ergehen und leben es als Job. Ihre Männer sind unsichtbar, und spielen keine Rolle in diesem Tourismuspiel. Durch unseren Führer haben wir uns jedoch ein wenig mit den Frauen unterhalten können, haben gemeinsam gesungen, dann mit ihrem Einverständis Fotos gemacht. Wir haben dabei gemerkt, dass hinter den Spiralen und Tüchern inzwischen einige selbstbewusste moderne junge Frauen stecken, die die nach einigen Protesten gelockerten Vorschriften nutzen, um sich englischsprechend und souverän ein Stück emanzipierteres Leben zu erobern.

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