Tropfen an der Rebe

Nach dem großen Regen im Weinberg

Es war im Herbst letzten Jahres, und es war ein Naturschauspiel, das eigentlich mit einem Hörspiel während unseres Shootings begann. Ein Regenschauer rauschte durch die Weinblätter der Weinberge um uns herum förmlich heran, unsichtbar zunächst, und ließ uns fragend aufhorchen. Das Rauschen wurde schnell immer lauter, und nach einem kurzen, zögernden Blick auf die plötzlich dunklen Wolken liefen wir durch die Weinstöcke hindurch zum Fahrzeug zurück. Keinen Moment zu früh war die Ausrüstung im Kofferraum verschwunden. Da prasselte es auch schon heftig auf uns hernieder.

Nach kurzem Verschnaufen setzte ich mein Makro auf und konnte nicht mehr genug bekommen: Eine völlig neue Rebenwelt eröffnete sich uns, eine, die in den dicken Tropfen kopfzustehen schien. Frischer und fokussierter als zuvor. Geradezu freudig erregt reckten sich mir die Trauben und Blätter entgegen, gierig die Feuchtigkeit aufsaugend, die später im Weinfass zu flüssigem Gold vergären würde…

siehe auch frühere Weinbilder vom Frühjahr: „Der kleine verbotene Rausch danach“.

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