Mannequins der Nacht

Als Teenager hatte ich einen Lieblingsfilm: Mannequin. Andrew McCarthy als netter Looser verliebt sich darin in eine bezaubernde Schaufensterpuppe aka Future-Sex-in-the-City-Knaller Kim Cattrall. Auf magische Art zum Leben erweckt erwidert die Traumpuppe die Liebe des Vollversagers. Ja, so einfach war das damals… Eine wunderbare 80er-Jahre Schmonzette, die Teenagerträume befeuerte.
Beim Spaziergang neulich zu später Stunde durch die vereinsamte Einkaufsmeile Frankfurts erinnerte ich mich beim Anblick der beleuchteten Schaufenster wieder an den Film und seine Gefühlswelt. Und ich fragte mich, mit welcher dieser Puppen ich denn heutzutage durch die Nacht ziehen wollte? Ehrlicherweise hätte ich es bei manchem finster aus der Wäsche schauenden, androgynen Fiberglas-Klon eher mit der Angst bekommen, wäre er, sie oder es aus dem gläsernen Käfig gestiegen…

Eines der Schaufenster war in dieser Nacht in tausend Teile zersplittert. War diese Puppe beim Ausbruchsversuch am Sicherheitsglas, das Traum und Realität voneinander trennt, gescheitert? Was für ein Gedanke! Mensch, ich muss endlich erwachsen werden…

 

Abschließend für die Fans unter uns hier noch der  etwas kitschige, aber kuschelige Titelsong des Films, Starship: „Nothing gonna stop us now“…

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