1940 – Vergessen im Wald| Forgotten

1940 – eine Jahreszahl, die an dunkle Zeiten erinnert. Einigermaßen ratlos stehe ich vor den beiden Steinen mitten in unserem Wald. Auf der Suche nach Motiven und Bildern bin ich mal wieder weit vom Weg abgekommen. Und plötzlich im ersten Sonnenlicht des Morgens tauchen diese beiden kleinen grabsteinähnlichen Monolithe vor mir auf.

1940 – ich versuche die Inschrift zu entziffern.  S-C-H-U-…am Ende N-G II. Meine Finger fahren über die eingemeißelte Schrift. Buchstabe für Buchstabe. Rätselhaft. In der Mitte hat die Witterung die Serifen abgeflacht. Sind das Gräber? Mitten neben einer kleinen Quelle? Oder historische Markierungen der Wasserwerke? Ich blicke mich um. Eine Strasse war hier niemals, auch als Meilensteine taugen diese beiden Relikte nicht. Dafür stehen sie auch zu quer zueinander.

Wer hat sie hier hingestellt? Und vor allem stehen gelassen? Ohne Schutz und Erklärung. Bis heute habe ich noch keine Antwort gefunden. Unser Märchenwald ist mystisch, rätselhaft. Und behält manche Geschichte offensichtlich lieber für sich.

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1940 – a year that is reminiscent of dark times. Somewhat perplexed, I am faced with the two stones in the middle of our forest. Looking for photos I am once again strayed far from the path. And suddenly these two small grave stone-like stones appear. 1940 – I try to decipher the inscription. S-C-H-U -… at the end N-G II. Letter for letter. Enigmatic. My fingers go over the chiseled font. In the middle the weather has flattened the marks. Are these graves? Here? In the middle of the forest, next to a small source? Or old marks the waterworks have put here? I look around. A road has never been here, so these two relics cannot be milestones. Particularly not as they relate to each other at right angles.

Who has put them here? And above all, allowed them to stand till today? Without shield and declaration. Till to date I have not found an answer. Our fairytale forest is mystic, somehow . And seemingly it prefers to retain some secrets for itself.

Welcome back @JohnDegenkolb!

John Degenkolb ist mir vor zwei Jahren beim traditionellen Radrennen rund um den Finanzplatz Frankfurt-Eschborn vor die Linse gekommen. Ehrlich gesagt: Ich wurde erst darauf aufmerksam, als mich eine Werbeagentur anrief und mich darauf hinwies, dass dies das wahrscheinlich beste Foto von ihm sei, dass in diesem Jahr von ihm, wenn nicht von der Tour überhaupt entstanden sei. Ich war ausreichend geschmeichelt.

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Heute, am 1. Mai, findet der Fahrradrennen-Klassiker endlich wieder statt, nachdem er in letzten Jahr wegen einer Terrorwarnung  komplett abgesagt werden mußte.

In diesem Jahr ist John Degenkolb ist wieder mit dabei. Dabei wäre seine Teilnahme fast gescheitert: Vor drei Monaten hatte er der Frankfurter Superstar einen heftigen Trainingsunfall. Ein Auto hatte den Star und fünf Teamkollegen im Trainingslager gerammt und schwer verletzt.

Ihm und seinem Team wünsche ich ein geiles Comeback. Ich bin dabei.

Und da die Seite des Veranstalters leider eher überlastet scheint, hier Johns Durchfahrtszeiten an den spannendsten Stellen (ein Service der FAZ).so-verlaeuft-die-elite

 


John Degenkolb passed my lense me two years ago, at the traditional bicycle race around the financial center of Frankfurt-Eschborn Frankly. I become aware of it only when  an advertising agency called me pointed out that this was probably the best photo of him, if not from the traditional race as such. I was sufficiently flattered.

Today, on May 1, the bicycle race classics will finally take place again, after it had to be completely canceled in the last year because of a terror alert.

This year John Degenkolb is back again. Yet his participation would almost failed: Three months ago, the Frankfurt superstar had a violent training accident. A car had rammed the star and his five teammates  in the training camp and he got seriously injured.

To him and his team an awesome comeback! Count me in.

#X-Games | Oslo

Da der Winter heute nochmals mit Schneefall über uns hereingebrochen ist, wage ich den letzten Winterpost doch.

Die X-Games sind eine Extremsportverantstaltung, eine der größten ihrer Art. Sie wurden erstmals 1995 veranstaltet und werden seitdem jährlich in verschiedenen Städten der Welt  ausgetragen. Dabei sind sie in Sommer- und Winterwettkämpfe unterteilt. Die Winter-X-Games finden im Januar oder Februar statt.

Ich durfte in Oslo am berühmten Holmenkollen dabei sein und habe ein paar Snapshots vom Snowboarden mitgebracht. Es war noch spektakulärer als es aussieht.:-)

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As winter came back with snowfall today, I am posting my last winter post…hopefully.

The X Games are an extreme sports event, one of the largest of their kind. They were organized by ESPN for the first time in 1995 and have since been held annually in different cities around the world. They are divided into summer and winter competitions. The Winter X Games will take place in January or February.

I could be there in Oslo and have brought a few snapshots from snowboarding. It was even more spectacular than it looks like:-).

Bunte Inspiration für den Garten #VillaCotta #Laubach

Er drohte im dicken Schlamm und Regen zu versinken, der dies jährige Gartenmarkt großzügigen im Park der Villa Cotta im hessischen Laubach.

Doch plötzlich riss die Wolkendecke auf und wer immer gestern und heute den Weg in die wunderbare Garten- und Blumenausstellung nahe des Vogelsbergs gewagt hat, wurde belohnt mit Blumen und Ideen für den Sommer. Die liebevollen Dekorationen der Aussteller – irgendwo zwischen Kitsch und Kunst – wecken die Hoffnung auf den zart einsetzenden Frühling.

Wie schon im letzten Jahr schwelgten wir in den Düften, Farben und Inspirationen für den Sommer und die sonnigen Stunden im eigenen Traumgarten.

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This year’s Garden Market in the park of Villa Cotta in Hesse Laubach was seriously threatened by thick mud and heavy rain.

But suddenly the clouds were torn apart. Whoever dared the way to the wonderful garden and flower exhibition near Vogelsberg, was rewarded with flowers and ideas for the summer.

The charming decorations of the exhibitors – somewhere between kitsch and art – awakened our hope in the tender incipient spring.

Like last year, we reveled in the scents, colors and inspirations for the summer and the sunny hours in our own dream garden.

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Holzfäller-Phantasien | Lumberjack’s Phantasy (PG)

Neulich flüchtete ich mal wieder nach einem dieser Tage in die friedliche und entspannende Ruhe unseres nahen Naturparks. Leider wird man dort in letzter Zeit überall von riesigen Holzfäll-Baggern aus seinen schweifenden Gedanken gerissen. Ein Ein-Blick in das Leben echter Holzfäller.

Axt und Säge sind so was von gestern. Heute kann ein einzelner Holzfäller mit einer dieser neuartigen Monstermaschinen einen 50 Meter hohen Baum in weniger als drei Minuten nicht nur fällen, sondern gleich auch schälen, entasten und säuberlich in vier gleich große Teilstücke sezieren. Harvester nennt man diese rabiaten Wundergeräte bezeichnenderweise – „Ernter“. Der Kampf „Mann gegen Natur“ ist damit im Wald endgültig für ersteren entschieden.

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Ungerecht ist allerdings auch, dass man – ehe man sich versieht – in den schlammigen Spuren der Monsterreifen dieser Harvester versinkt. Rücksichtslos zerpflügen sie auf dem Weg zu ihrer Wirkungsstätte auch den schönsten Wanderweg. Matsch. Patsch…. Mist. Kniehoch versinke ich im Schlamm. Wann ist mir das denn das letzte Mal passiert? Wasser in beiden…Timberlands. Welch‘ Ironie. Während ich auf einem Baumstumpf hockend meine Strümpfe auswringe, schimpfe ich vor mich hin. Die Zeiten ändern sich…Alles ist auf kühle Effizienz getrimmt. Wo bleibt der Mensch?

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Die Antwort ist im wahrsten Sinne des Worte naheliegend. Zwischen den Bäumen entdecke ich das kleine fahrbare Blockhaus, den warmen Hort, in den sich der einsame Kranführer nach getaner Schicht flüchtet um sich aufzuwärmen. Mit kalten nassen Füßen wage ich einen Blick durchs Fenster. Eine Thermoskanne, ein Ofen, die Tageszeitung aufgeschlagen…und an der Wand…nee, echt jetzt? Dieser Wagen ist eine wahre Zeitkapsel, darin konserviert wie in einem Museum die analoge Männerwelt aus einer Zeit, als der Baum nur die Axt fürchten mußte und der Playboy noch Covergirls hatte.

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The other day I went for a walk into the peaceful and relaxing tranquility of our nearby natural park. It became an insightful walk into the soul of a lumberjack.

Between the trees I discoverd a small mobile log home, a warm haven, in which the lonely lumberjack flees after finishing his work to warm up. With cold feet I dared a glance through the window. A thermos, an oven, … it is a look back into the world of men, when Playboy still had its cover girls. Some things seemingly will never change.

 

Opera on ice in #Oslo

Die Oper von Oslo gilt als größtes norwegisches Kulturprojekt der Nachkriegszeit. Über den Bau eines neuen Opernhauses in Oslo war bereits Jahrzehnte diskutiert worden. Herausgekommen ist 2008 ein super modernes Gebäude aus Beton, Marmor, Glas und Holz. 

Das Gebäude ist einem treibenden Eisberg nachempfunden. Es steht hinter dem Hauptbahnhof, ist 110 Meter breit, 207 Meter lang und verfügt auf einer Fläche von 38.500 Quadratmetern über mehr als sagenhafte 1100 Innenräume! (Quelle: Wikipedia)

Als ich das supermoderne Gebäude jetzt bei passendem Wetter, sprich bei Packeis und Frost am Ufer des Fjords erstmals erblickte, war ich baff. Dann kam mir die Oper in Sydney in den Sinn. Auch sie steht direkt am Wasser, weiß und glänzend. Das Opernhaus von Oslo besticht aber im Gegensatz zur glasierten runden Schwester von der Südhalbkugel durch riesige stumpfe Flächen und Kanten.

Von dort blickte ich in einen eisigen aber innerlich wärmenden Sonnenuntergang hinter einer alten Hafenszenerie. Hammer…

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The Oslo Opera House is the largest Norwegian cultural project after the war. About the construction of a new opera house in Oslo decade long discussions had been held. The result is a super modern building made of concrete, marble, glass and wood opened in 2008.

The building is modeled as a floating iceberg. It is situated behind the central station, 110 meters wide, 207 meters long and has an area of ​​38,500 square meters with over 1100 fabulous rooms! (Source: Wikipedia)

Seeing it for the first time in my life with ice and frost on the shore of the fjord just in front of it I was simply stunned – it reminded me of the Sydney Opera House. Also that opera building is right on the water, white and shiny. But the Oslo Opera House comes in contrast to its glazed „round“ sister of the southern hemisphere with huge blunt terraces and edges.

Standing at its banks I was hypnotized by an icy but somehow warming sunset behind a gigantic habour scenary. Overwhelming…

 

Sun on Ice in #Oslo (Part I)

Oslo hat mich umgehauen. In der Erwartung kurzer Tage und langer dunkler Nächte war ich erstmals nach Norwegen gekommen. Und Oslo zeigte mir einfach lachend und lässig den Stinkfeiner – am wahrscheinlich hellsten Tag meines Lebens.

Zum Teufel mit der dunklen Winterzeit. Oslo war krachendes Lichtfeuerwerk“on ice“. Der wahrscheinlich klarste blaue Himmel meines Lebens empfing mich, und die Sonne, ach, sie strahlte den ganzen Tag und hätte es vielleicht auch bin in die Nacht getan, wenn denn Sommer gewesen wäre.

Und die Menschen in Oslo ? Sie feierten „den wahrscheinlich wärmsten Tag“(Zitat eines Kollegen) des Jahres, spazierten lässig mit ihren Langlaufskis durch die Stadt auf dem Weg in die umliegenden Skigebiete. Oder tranken die ersten Drinks auf den schicken Terrassen im neuen Hafen des zugefrorenen Fjords. Hauptsache raus aus den Büros. Es ist Urlaubszeit in Oslo. Und dazu eine Klarheit, wie man sie wahrscheinlich nur im hohen Norden bekommt. Eine Fest des Lichts. Hätte ich bloss mal meine DSL dabei gehabt. So mußte die Hosentaschenversion ran. Und wenn die eines kann, das ist das Kontrast. Klarer geht’s nicht. Habt Spass an der kommenden kleinen Lichterserie aus Oslo, der Stadt des coolen und lichten Lifestyles.

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Oslo blew me away. Expectingg short days and long dark nights I had come to Norway. And Oslo well, it showed me laughing and looking its „finger“. To hell with the dark winter time. Oslo was a crackling light fireworks „on ice“. Probably the clearest blue skies of my life received me, and the sun, ah, she beamed all day and would perhaps have done so in the night if physically possible. (Well, it is, in summer time.) People in Oslo were celebrating „the likely warmest day“ (quote from a colleague) of the year, strolled casually with their cross-country skis under their arms through the city on their way to the surrounding ski areas. Or had a drink on the terraces of the trendy restaurants at the banks of the icy fjord. Got out of the office early. It’s holiday time in Oslo.

It was a clarity, as it probably only get true in the far north. A true festival of light.  I missed my DSL. So the pocket version got a hard day. Have fun at the next Lights Series of Oslo, the city of the coolest and brightest lifestyle at this saison.

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Impressionen & Inspiration aus Hessen, Deutschland und der Welt | Andreas Hendrik

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