Sport als Ausdruck unseres Lebens in Freiheit darf nicht vor Terror kapitulieren #JeSuisSports #Radrennen

Auch in diesem Jahr wollte ich wieder Fotos vom traditionellen “Radrennen rund um den Finanzplatz” machen. Denn wie jedes Jahr würden großartige Radrennprofis wie John Degenkolb vor unserer Haustür vorbeirasen und sich die Hänge des Taunus hinaufkämpfen. Spektakulär, eines der größten Radrennen Deutschlands… Aber da wird nichts draus. Dieses Jahr kämpft hier nur die Polizei – gegen den Terror. Das Radrennen wurde aus Angst vor einem islamistisch motivierten Anschlag abgesagt.

Was in Boston und Paris noch weit weg schien, ist jetzt also im wahrsten Sinne des Wortes vor unserer Haustür angekommen. In der bundesweiten Presse, im Fernsehen und im Internet tauchen seit gestern unsere Strassen und meine Lieblings-Ecken auf dem Feldberg auf. Überall stehen Uniformen und Einsatzwagen. Die Polizei sucht hier nach Bomben und potentiellen Heckenschützen. Die Räder stehen still.

Sport darf nicht vor Terror kapitulieren 

Was für ein Triumph für die kranken, niederträchtigen, feigen Hirne, die seit Wochen nichts anderes planen als den Tod unschuldiger Menschen, die ihrer Leidenschaft frönen. Was für ein Schock ist diese – verständliche und weise – Absage für tausende Radfahrer, Profis wie Amateure und deren Teams, die sich in der gleichen Zeit wochenlang für dieses Rennen vorbereitet haben. Was für ein Frust für die Helfer an der Strecke, die hier gestern unter Hochdruck die Streckenposten und Podien hochgezogen haben. Was für eine Riesenenttäuschung für eine Million Fans, die an der Strecke bereits vor Tagen ihre Sprüche auf die Strasse gesprüht hatten. Alles umsonst.

Einige Fahrer haben sich dennoch auf den Weg gemacht. Ihnen und allen Sportlern sei an dieser Stelle eine kleine Fotostrecke meiner Bilder der letzten zwei Jahre gewidmet.

Eine große Bitte, liebe Veranstalter und Sportler: Lasst es nächstes Jahr weiter gehen! Sport – als Ausdruck unseres Lebens in Freiheit – darf nicht vor Terror kapitulieren #JeSuisSports #JeSuisRadrennen

Sports must not surrender to terror.

As always, I wanted to take pictures of this year’s traditional “bicycle race around the financial center”, one of Germany’s biggest sports events. Because like every year racing pros like John Degenkolb would pass by our housesteps fighting their challenge up on the steep slopes of Taunus mountains. But – nothing. This year only the police fights here in front of our houses and on the streets – against terror. The bike race was canceled for fear of an islamist-motivated attack.

I would like to dedicate a small photo gallery of my last years’ pictures of the race to all the disappointed fans and teams. I am as disappointed and shocked as you are.

But please, dear cyclists, pros and amateurs, be back next year and thrill us with your performances. The show must go on. Sports – as a representative of our life in freedom – must not surrender to terror #JeSuisSports.

La Villa Cotta – Garten- und Landhaustage im Abendlicht | Laubach

Bei strahlendem Sonnenschein ging’s in die Wetterau.  Die Garten- und Landhaustage »La Villa Cotta« im Laubacher Schlosspark boten nicht nur einen großen Blumen- und Pflanzenmarkt, sondern auch wunderbares Wetter und ein tolles Abendlicht. Schön ist’s in der Wetterau.

The Opposite Sex | Freies Boulevard Frankfurt e.V. mit erster Komödie am Start

Simone, leidenschaftliche Schauspielerin bei den Frankfurter Kammerspielen, durfte ich bereits portraitieren (hier, hier und hier), Jetzt hat sie mit vier engagierten Kollegen das “freies Boulevard Frankfurt e.V.” gegründet. Gegen die vielen Widerstände und Wirrungen der Selbständigkeit haben sie mit viel Leidenschaft gekämpft. Kurz vor dem Start mit der Erwachsenen-Komödie “The opposite Sex” (übersetzt mit “Das andere Geschlecht”) von David Tristram – brauchten sie ein Plakat für die Werbung.

Das Briefing: “Es geht um Seitensprünge und zwei Ehepaare, die eine heiße und erkenntnisreiche Nacht miteinander verbringen.”

Et voilà. Ich habe gern geholfen ;-)

Plakat the opposite Sex Frankfurt

Darum geht es: Mark, Möchtegern-Yuppie, kommt zu spät und angetrunken von einem Geschäftsessen nach Hause. Seine Frau Vicky ist entsprechend sauer. Vicky hat an diesem Abend noch Besuch einer Kosmetik-Beraterin – die, wie Mark erfreut feststellt, seine alte Liebe ist. Vicky ahnt nichts von der alten Affäre. Mark, genervt von seiner Beziehung mit Vicky, lädt die Kosmetikerin Judith nicht ohne Hintergedanken zum Abendessen ein. Sie sagt zu und kommt mit ihrem Mann, denn auch sie ist inzwischen verheiratet. Judiths Mann kennt Vicky allerdings wiederum mehr als gut…

Ich habe das Skript lesen dürfen: Eine handfeste Komödie gewürzt mit schön schwarzem britischem Humor.

Die Schauspieler stehen hier übrigens selbst Portrait. Wer dieses flammende Team ebenfalls bei seiner Mission unterstützen will, kommt am besten in die Vorstellung und gibt als Mäzen per Crowdfunding noch ein bisschen Cash dazu: https://www.startnext.com/freiesboulevardfrankfurt

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Simone, compulsive theater performer at the Frankfurt Kammerspiele, whom I had been privileged to portray already before (here, here und here), has recently founded the “free Boulevard Frankfurt eV” together with four dedicated colleagues. They have fought with passion against the many resistors and tribulations of independency. Close to start with the adult comedy “The opposite sex” (translated as “The Second Sex”) by David Tristram – they needed a poster to advertise the project.

The briefing: “It’s about infidelities and two couples who spend a hot and insightful night together.”

Et voilà. It was a pleasure to help ;-)

Walk in the Park | Winter – Schloss Bad Berleburg

Heute nehme ich Euch mit auf einen langen Spaziergang im winterlichen Schlosspark in Bad Berleburg im Sauerland. Hier residiert Richard Casimir Karl August Robert Konstantin Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg mit seiner dänischen Gattin Prinzessin Benedikte von Dänemark gemeinsam mit vielen Enten.

Der Spaziergang ist Teil des Projektes “Picture Your Song” von Ravensforest.

20150131_rote Beeren im Schnee

20150131_einsame Frau spaziert im Schnee

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Die eisigen Türme des Großen Feldbergs | The icy towers of Feldberg

Es ist eiskalt und Euch ist trotzdem nach frischer Luft? Könnt ihr haben. Denn ich habe heute einen verdammt kalten, aber lohnenden Ausflugstip für Euch. Verbunden habe ich ihn mit ein wenig Heimatkunde: Der Große Feldberg im Taunus.

Es treibt mich, wie die treuen blicknclick-Leser unter Euch wissen, bei Wind und Nebel und immer wieder auf den Berg. Ich habe Euch dazu jetzt einen Reiter in der Navigation oben eingerichtet, damit ihr die Bilder vom Feldberg in der Übersicht findet und freue mich über Eure Anregungen und eigenen Erfahrungen.

Der Große Feldberg ist mit 881m der höchste Berg des im Südwesten Hessens gelegenen Mittelgebirges Taunus und des gesamten Rheinischen Schiefergebirges.

1937 wurde auf dem Großen Feldberg ein Fernmeldeturm aus einem Stahlbetonunterbau und einem Holzaufbau errichtet, der ursprünglich als Fernsehsendeturm dienen sollte. Im zweiten Weltkrieg wurde er aber erst einmal als Radarturm eingesetzt. Im Krieg brannte der Turm nach Bombentreffern total aus. Seit dem Wiederaufbau steht er wegen seiner spektakulären Konstruktion unter Denkmalschutz und wirkt bei diesem Wetter wie eine verlassenen Station der letzen Nordpol-Expeditionen.

20150206_minus10_Feldberg Taunus-2

Der benachbarte, ältere Aussichtsturm (1902) des Taunusklubs brannte ebenfalls aus, nachdem er 1943 von einem deutschen Flugzeug ausgerechnet im Nebel gerammt wurde. 1949 baute der Hessische Rundfunk den Turm aber wieder auf, um auf ihm eine Sendeanlage zu errichten – er ist heute noch eine Reserveanlage für UKW-Frequenzen.

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Ausserdem gibt es noch einen 40m hohen Aussichtsturm mit einem sehenswerten Rundum-Blick über die Frankfurter Skyline, das Rhein-Main-Gebiet und Taunus. Er steht seit 1902 da oben und wurde schon von Kaiser Wilhelm II besucht. In dem hölzernen Turm befindet sich neben einem eher rustikalen Souvenir- und Getränkeshop auch ein Jugend- und Wanderheim des Taunusklubs.

20150206_minus10_Feldberg Taunus-6

20150206_Feldberg Taunusklub Aussichtsturm

Damit noch nicht genug: es gibt noch einen 116 m hohen Sendemast des Hessischen Rundfunks für die Verbreitung seiner Radio- und TV-Programme. Ein Wunder übrigens, dass der bei dieser Eisschicht noch funkt…

20150207_HR_Sendemast Feldberg Taunus on ice

20150206_minus10_Feldberg Taunus

Abgesehen von all der Technik, die die Kuppe irgendwie zu etwas besonderem macht, ist der Blick vom Feldberg in die umliegenden Täler spektakulär.

20150207_Blick vom Feldberg Taunus im Winter-2

20150207_Blick vom Feldberg Taunus im Winter

Habt Ihr Lust bekommen? Zieht Euch warm an, und seid früh am Berg. Denn es gibt viele Schlittenfahrer, Mountainbiker und Langlauffans, die der Berg bei Wind und Wetter an sein sonst einsames Gipfelkreuz ruft.

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20150206_Spaziergängering am Feldberg

Quelle: Wikipedia

Schneewittchen und die 7 Zwerge | Snow White – Feldberg im Taunus

20150206_Schneewittchen und die 7 Zwerge am Großen Feldberg Taunus

Schneewittchen und die 7 Zwerge waren gerade auf dem Weg nach Hause, als ganz plötzlich der Frost über sie hereinbrach. Wenn sie nicht gestorben sind, dann frieren sie noch heute.

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Snow White and the 7 Dwarfs were on their way home when suddenly the frost set in. And they all froze happily after.

Snow Hey Oh | Picture my song

Im Rahmen des Photoprojekts “Picture my song” von Bloggerkollegin Raven hier mein zweiter Beitrag (Klick “erster“).

Mein Thema war “Spuren im Schnee (Snow, Red Hot Chili Peppers)”. Da ruft natürlich “mein” Berg. Der übernahm aber auch gleich die dramaturgische Regie und schickte mir einen kleinen plötzlichen Schneesturm. Aufgenommen habe ich diese Bilder dann in tiefgefrorenem Zustand und nahezu blind. Eiskristalle wirbelten umher. Sonne, Nebel und Wolken wechselten einander ab – in beeindruckender Geschwindigkeit. Das ergab eher verwegene Bildausschnitte und ein merkwürdiges Spiel von Schärfen und Unschärfen. Meine Fingerspitzen waren Stunden später noch taub. Von meine Spuren blieb dann nichts übrig. So ist das mit Plänen und Projekten…”Hey Oh”.

In between the cover of another perfect wonder
Where it’s so white as snow
Running through the field
Where all my tracks will be concealed
And there’s nowhere to go

I said hey hey yeah, oh yeah
Tell my love now
Hey hey yeah, oh yeah
Tell my love now

20150206_minus10_wind_snow-2

20150206_minus10_wind_snow-3

20150206_minus10_wind_snow

As part of the photo project “Picture My Song” by my blogger colleague Raven here is my second post (click “first“).

My self set topic was “Tracks in the Snow (Snow, Red Hot Chili Peppers)”. Of course, “My” mountain called me again. But my “dear” mountain took the role as dramatic director and sent me a little sudden snowstorm. I have done these images in a frozen state and nearly blind. Ice crystals swirled. Sun, fog and clouds took turns – with impressive speed. This was a rather daring image section with a strange game of sharpening and blurring effects. My fingertips were numb hours later. From my tracks nothing was left though. Plans and projects …”Hey Oh”.

Snow, Red Hot Chili Peppers:

Impressionen & Inspiration aus Hessen, Deutschland und der Welt | Andreas Hendrik

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